Integrierte Leitstelle

Schreiben LRA Deggendorf zum Ablauf mit der ILS
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FMS: Zudem wurde im LF 16-TS und im TLF ein FMS-Hörer (Funkmeldesystem) verbaut. Mit Inbetriebnahme der ILS kann ein Fahrzeug anhand der Tastatur Statusmeldungen an die ILS absetzen. Z.B. „Einsatz übernommen = Status 3“, „Fahrzeug auf Wache = Status 2“, „Fahrzeug in Werkstatt = Status 6“, „Fahrzeug voll besetzt auf Empfang = Status 1“. Mit diesem System wird der Funkverkehr entlastet. Hier alle Statusmeldungen zusammengefasst durch die KEZ Deggendorf

Kreiseinsatzzentrale Deggendorf informiert:

 

FMS in Gebrauch.....Fahrzeug zur ILS

1 = frei über Funk (Bsp. Übungsfahrt besetzt)

2 = frei auf Wache (eingerückt)

3 = Auftrag übernommen (ausgerückt)

4 = Einsatzstelle an

5 = Sprechwunsch

6 = nicht einsatzbereit

9 = dringender Sprechwunsch

Rückmeldungen der ILS:

C = Melden für Einsatz

E = Einrücken, Einsatzstopp

F = Telefonisch melden

H = Wache anfahren

J = bitte sprechen

L = Lagemeldung abgeben

Nach wie vor bestimmt der Kommandant (EL) das Geschehen, d.h. er kann den Einsatz so gestalten wie er es für richtig hält. Der Disponent führt dies dann aus, jedoch die Rechtshaftung übernimmt er dafür nicht.

 

Nach Alarmeingang keinen Status 1 drücken! Sofern die Durchsage nochmals erfolgen soll, einfach Status 5 drücken. Wenn der Einsatzort bekannt ist (durch Fax oder Funk) Status 3 drücken und abfahren. Status 9 nur im Notfall verwenden. Sprechfunkverkehr dezimiert durchführen, mehr auf 2m Band ausweichen.

Mit Einführung der integrierten Leitstelle werden die Alarmierung des Rettungsdienstes und der Feuerwehr sowie die Abarbeitung des Einsatzgeschehen in Straubing zentralisiert. Die Alarmierung im Bereich der Feuerwehr wird komplett umgestellt. Bisher waren sieben Alarmstufen vorhanden, in die die verschiedensten Einsatzarten untergebracht werden mussten. Es waren lediglich die benötigten Feuerwehren hinterlegt. Seit 05.10.2010 wird nach sogenannten Einsatzstichwörtern alarmiert. Hier sind über 100 Stichwörter für Rettungsdienst und Feuerwehr für verschiedenste Ereignisse vorgegeben. Es wird dann nicht mehr nach Feuerwehren, sondern nach benötigten Gerät alarmiert. Hier bleibt aber der Grundsatz bestehen, die Ortsfeuerwehr ist immer mit eingebunden, egal ob das Gerät vorhanden ist oder nicht.

Nachfolgendes Beispiel: Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf Höhe Ensbachmühle.
Alt: Es wurde die Alarmstufe fünf ausgelöst. In der Alarmstufe war die Ortsfeuerwehr und zwei Feuerwehren mit THL-Satz und 1200 Liter Löschwasser hinterlegt, sofern die Ortsfeuerwehr keinen Rettungssatz besaß.
Es wurden die FW Lalling und Schaufling alarmiert. Beide haben einen Rettungssatz und das geforderte Wasser.
Problem: Es konnte mit dieser Alarmstufe nicht auf die genauen Bedürfnisse bei verschiedenen Unfällen, wie z.b. mehrere eingeklemmte Personen eingegangen werden, da immer die Alarmstufe fünf treffend war.
Neu: Einsatzstichwort „Person eingeklemmt“ Bei diesem Einsatzstichwort sind z.b. folgende Angaben im System hinterlegt: Ortsfeuerwehr, 2 THL-Sätze, 2 Rettungszylinder, 1 Hebekissensatz, 1200 Liter Löschwasser, KBM, KBI, KBR;
Nun geht das System bei einem Unfall in Ensbachmühle wie folgt vor: Es sucht die Ortsfeuerwehr (in diesem Fall Schaufling) und fragt das vorhandene Gerät ab. In diesem Fall ist 1 THL-Satz, 1 Rettungszylinder und die 1200 Liter Wasser in Schaufling im TLF 24/50 sowie im LF16-TS verladen. Als Nächstes sucht er das nächstgelegene Fahrzeug, welches das restliche Gerät verladen hat. In diesem Fall das LF 16/12 der FW Lalling, die den zweiten THL-Satz und den zweiten Rettungszylinder liefert. Nun fehlt noch der Hebekissensatz. Das System sucht nun solange weiter, bis das nächste Fahrzeug gefunden wurde, welches den Hebekissensatz verladen hat z.B. der RW2 aus Deggendorf. Somit würden zu diesem Schadensbild das LF16-TS und das TLF 24/50 der FW Schaufling, das LF16/12 der FW Lalling und der RW2 der FW Deggendorf alarmiert.
Ist nun z.B. der THL-Satz von Lalling bei der Überprüfung sucht das System nach dem nächstgelegenen Fahrzeug. In diesem Fall vermutlich das  LF20/20 der FW Auerbach.
Weiteres Beispiel: Zimmerbrand  im Bereich Ensbach
Alt: Es wurde die Alarmstufe 2 ausgelöst. Hier war die Ortswehr und eine bestimmte Anzahl an Feuerwehren hinterlegt. In diesem Fall die Feuerwehr Lalling, Auerbach und Schaufling. Diese rückten mit sämtlichen Gerät an.
Neu: Einsatzstichwort lautet „B 3“. Für dieses Stichwort sind im System hinterlegt: Ortsfeuerwehr, 1800 Liter Löschwasser, 60 Liter Schaum, 8 Pressluftatmer, 1 Drehleiter, 1 Wärmebildkamera, 1 Überdrucklüfter, 1 Absturzsicherung und ein KBM. Das System fängt nun wieder bei der Ortswehr zu suchen an. In diesem Fall sind die 1800 Liter Löschwasser, die 60 Liter Schaum und die 8 Pressluftatmer durch die Ortswehr abgedeckt, da diese Gegenstände schon im TLF 24/50 und im LF16-TS verladen sind. Weiterhin sucht das System die nächst gelegene Drehleiter, in diesem Fall die DLK der FW Hengersberg, eine Wärmebildkamera der FW Lalling, einen Überdrucklüfter der FW Lalling und eine Absturzsicherung die in der DLK der FW Hengersberg verladen ist. Somit werden alarmiert: TLF24/50 und LF16/TS der FW Schaufling, LF16 der FW Lalling, DLK 23/12 der FW Hengersberg. Nun wird nach 10 Minuten durch den Disponenten in der ILS abgefragt, ob sich auch acht Atemschutzgeräteträger im Fahrzeug befinden Ist dies nicht der Fall sucht das System das nächstgelegene Fahrzeug, welches Atemschutzgeräte verladen hat und alarmiert dieses. Das Spiel geht so lange weiter, bis die erforderlichen Atemschutzgeräteträger vorhanden sind. Gleiches gilt für sämtliche anderen Geräte.
 
Wenn jetzt unser TLF in der Werkstatt ist und sich bei der ILS abgemeldet hat, sucht der Computer bei einem solchen Fall automatisch nach dem nächst gelegenen Löschfahrzeug mit dem geforderten Löschwasser.
Fax: Aufgrund der Umstellung wurde bereits im Vorfeld ein Fax-Gerät angeschafft, da es nun sein kann, dass nur das TLF oder das LF16 alarmiert wird. Bei einem Alarm wird gleichzeitig ein Fax an die betreffenden Feuerwehren, sofern vorhanden, geschickt. Auf diesem kann dann der Einsatzort, die Einsatzart und die alarmierten Fahrzeuge abgelesen werden.