Chronik

Brände, Ereignisse und Einsätze

27.06.1906: Martin Sigl aus Nadling wurde bei einem Brand im bäuerlichen Anwesen der Eheleute Georg und Anna Geiger in Hainstetten während seines Einsatzes schwer verletzt. Er geriet unter den in sich zusammenstürzenden brennenden Getreidekasten und wurde nur durch das beherzte Eingreifen seiner Kameraden Josef Niedermeier von Nadling (Kommandant) und Johann Klarl von Hainstetten gerettet. Für diese Tat wurden die beiden Feuerwehrmänner mit der Rettungsmedallie ausgezeichnet.

 

12.07.1906: Am frühen Nachmittag brannte das Wirtsanwesen samt der sich daran anschließenden Ökonomiegebäude der Familie Hollmayr auf der Rusel ab. Beim Löscheinsatz wurden die Feuerwehrmänner Franz Nachtmann (FFW Nadling), Gütler aus Geßnach, und der Feuerwehrmann Kellermann (von der seit 1903 existierenden Feuerwehr Urlading) verletzt. Der Brand wurde vermutlich absichtlich gelegt. Es entstand riesiger Schaden, die Wirtschaftsgebäude, das landwirtschaftliche Gerät sowie die Futtervorräte wurden ein Raub der Flammen, lediglich das Vieh konnte gerettet werden.

 

10.08.1969: Domkapitular Emil Janik weiht das neue Gerätehaus sowie das Löschgerät der Feuerwehr Schaufling ein, das mit viel Eigeninitiative, der Beteiligung der Gemeinde und der Bevölkerung entstehen konnte.

 

23.04.1976: Brand im Sägewerk Hainstetten. Nachträglich kam es zu Diskussionen um die Löschwasserversorgung und die Alarmierung. In einem Zeitungsartikel wurde der Gemeinde vorgeworfen, sie habe nicht für genügend Löschwasser gesorgt, sonst wäre der Brand eher unter Kontrolle gebracht worden; auch die Alarmierung durch die Polizei wurde kritisiert, die erst nach längerer Zeit Alarmstufe III auslöste.

 

11.06.1979: In Geßnach brannte der Stadel von Albert und Anna Streicher nieder. Die alarmierten Feuerwehren aus Schaufling, Lalling, Auerbach, Engolling, Schwarzach, Hengersberg, Frohnstetten, Deggendorf, Niederaltdeich und Winzer konnten jedoch ein Übergreifen der Flammen auf die anliegenden Häuser verhindern, obwohl eine - teil erhebliche Beschädigung der Stallungen und des Wohnhauses durch die Flammen erfolgte.

 

22.06.1981: Brand in der Scheune des Gasthaus „Zur Post" in Schaufling. 300.000 DM Schaden.

 

04.11.1983: Eine Million DM Sachschaden richtete ein Brand in Ensmannsberg an, bei dem wertvolle Maschinen und Geräte vernichtet wurden. Zur Herbeischaffung von Löschwasser wurde eine kilometerlange Schlauchleitung gelegt. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Schaufling, Lalling, Frohnstetten, Auerbach, Deggendorf, Schwarzach, Hengersberg, Winzer, Schöllnach und Engolling. Brandursache war die Selbstentzündung von Heu.

 

07.1984: In Wotzmannsdorf brannte die neu erbaute Scheune von Alfons und Oswine Kreipl nieder. Durch das schnelle Handeln der Feuerwehr Schaufling konnte ein Übergreifen auf den Stall, die alte Scheune und das in unmittelbarer Nähe befindliche Wohnhaus verhindert werden.

 

17.01.1985: Brand im Klinikum Hausstein. Elf Feuerwehren aus dem Landkreis Deggendorf und Regen waren mit insgesamt 107 Leuten im Einsatz, als in der Nacht im stillgelegten Klinikum Hausstein im Dachstuhl aufgrund eines technischen Defekts Feuer ausbrach. Erschwert wurde dieser Einsatz durch eine Außentemperatur von -17 Grad.

 

11./12.07.1987: Ein großer Festtag für die Schauflinger Feuerwehr war die Einweihung des neuerrichteten Feuerwehrhauses, das für die Feuerwehren des Kreises beispielhaft war.

 

24.06.1990: Das Löschfahrzeug LF 16-TS wurde feierlich geweiht. Anlässlich dieser Fahrzeugweihe veranstaltete die FFW Schaufling ein zweitägiges Fest, an dem 22 Gastvereine teilnahmen.

01.1997: Verzweifelt über ihre Lage zündete eine Rentnerin aus Klessing das Mobiliar ihres Hauses an . Feuerwehren aus Schaufling, Mietraching, Deggendorf und Frohnstetten brachten den Brand schnell unter Kontrolle, es entstand jedoch Sachschaden in Höhe von ca. 150.000 Mark.

 

14.02.2000: Über 150 Feuerwehrleute waren beim Großbrand/Stallbrand auf dem Mühlbauer-Hof in Ensmannsberg im Einsatz. Der Schaden wird dabei auf ca. 1 Mio. DM geschätzt und es konnten 130 Kälber, Kühe sowie einige Schweine vor dem Feuertod gerettet werden.

 

23.-25.06.2000: Mit einem großen Fest wurde das 125jährige Bestehen der Feuerwehr Schaufling gefeiert. Auf einen Ehrenabend am Freitag, folgte ein unterhaltsamer Abend mit einer Partyband am Samstag für jung und alt. Am Sonntag wurde dann das Gründungsfest mit insgesamt 56 Vereinen gefeiert.

 

07.04.2002: Ein lang ersehnter Wunsch ging in Erfüllung. Die Gemeinde Schaufling beschaffte ein Mehrzweckfahrzeug, das nicht unerheblich vom Feuerwehrverein mitfinanziert wurde. Dieser Mercedes Sprinter ist geeignet zum Transport von Einsatzkräften zu Einsatzstellen. Er kann durch seinen montierbaren Tisch auch als örtliche Einsatzleitung verwendet werden.

 

06.-07-08.2005: Einweihung des Anbau an das bestehende Gerätehaus. Da 2002 ein Mehrzweckfahrzeug angeschafft worden war, wurde Rufe nach einer Erweiterung des bestehenden Feuerwehrhauses laut. Nach der Beschaffung wurde das Fahrzeug vorübergehend im Bauhof untergestellt. Im Jahr 2005 konnte der Anbau realisiert werden. Dieser wurde fast komplett in Eigenregie durchgeführt.

08.-14.02.2006: Schneekatastrophe im Bayerischen Wald. In dieser Zeit wurde im Landkreis Deggendorf Katastrophenalarm ausgelöst. Zu einer der am schlimmsten betroffenen Gemeinden gehörte die Gemeinde Schaufling. In diesen Tagen gab es 160 Einsatzstellen von denen die Feuerwehr Schaufling allein an 80 Einsatzstellen vor Ort war.

Zum Einsatzspektrum in dieser Zeit gehörte hauptsächlich das Abräumen einsturzgefährdeter Dächer, die im Ortskern von Schaufling mit gut 1,60 m Schnee bedeckt waren. Auf der Rusel waren es teilweise über 2 m Schnee. Das Problem war die unter der Schneemasse befindliche Eisschicht, die sich über den Winter gebildet hatte. Diese ca. 20 - 30 cm dicke Eisschicht war verantwortlich für die enorme Gewichtsbelastung der Dächer.

Aber es musste auch das BRK bei einem Patiententransport unterstützt werden, da das Anwesen eingeschneit war. In dieser Zeit musste auch eine verschüttete Person geborgen werden, die von einer Dachlawine verschüttet wurde. Weiterhin wurden zwei Anwesen aufgrund akuter Einsturzgefahr evakuiert. Allein in der Gemeinde Schaufling fielen rund 5000 Einsatzstunden an. Die Feuerwehr Schaufling leistete in dieser Zeit rund 1500 Einsatzstunden. Einen weiteren großen Teil der Einsatzstunden übernahm die Bundeswehr mit insgesamt 1050 Einsatzstunden.

Zur Unterstützung der Feuerwehr Schaufling waren in dieser Zeit 31 verschiedene Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis eingesetzt. Zusätzlich das THW, BRK, Wasserwacht und die Bergwacht.

09.02.2008: In der Dienstversammlung wurde Johann Weiß zum Ehrenkommandanten ernannt. Johann Weiß schied alterbedingt von seinem Amt als stellvertretender Kommandant aus. Er übte dieses Amt 29 Jahre lang aus.

Albert Kargl wurde in dieser Versammlung aufgrund seiner 26jährigen Tätigkeit als Atemschutzbeauftragter zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Schaufling ernannt.

06.12.2009: Nachdem schon längere Zeit ein Tanklöschfahrzeug von Seiten der Landkreisfeuerwehrführung und auch von den eigenen Kameraden selbst gewünscht worden war, traf an diesem Tag ein gebrauchtes TLF 24/50 ein. Nachdem für das jetzige LF16-TS in nächster Zeit kein Ersatzfahrzeug in Aussicht gestellt worden war, entschied sich die Gemeinde für den Kauf eines gebrauchten Tanklöschfahrzeuges. Das Fahrzeug leistete seinen Dienst bis zu diesem Tag bei der FFW Elmshorn (Norddeutschland). In einer zweitägigen Reise überführte ein Großteil der Vorstandschaft das Fahrzeug nach Schaufling. Der Feuerwehrverein unterstützte die Gemeinde bei der Anschaffung mit einem Betrag von 10.000,-- €.

Am 15. Mai 2010 wurde das Fahrzeug offiziell seiner Bestimmung übergeben und erhielt den kirchlichen Segen im Rahmen des jährlichen Hallenfest. 

03.06. - 19-06.2013: In diesen Tagen war die Wehr fast täglich in und um Deggendorf im Einsatz um bei der Hochwasserkatastrophe, bei denen im Bereich Winzer und im Bereich Fischerdorf der Damm den Wassermassen nicht mehr stand hielt, zu helfen. Auch bei den Aufräumarbeiten im Anschluss wurde unsere Wehr zu Unterstützung angefordert. Es wurden 24 Einsätze abgearbeitet und die Männer waren ca. 1700 Stunden im Einsatz. 

25.08. - 26.08.2017: An diesem Wochenende wurde das neue Fahrzeug unserer Wehr nach knapp zweijähriger Vorbereitungszeit in einer Arbeitsgruppe eingeweiht. Am Freitag wurde eine Zeltdisco mit der Band "Notausstieg" durchgeführt, bei der ordentlich gefeiert wurde. Am Samstag erfolgte dann die Segnung des HLF 10 sowie eines neu beschafften Mehrzweckanhängers. mit insgesamt 37 Gastvereinen.